SIDS verhindern

Seitdem die Ursache für den plötzlichen Kindstod bekannt ist, kann er mit einfachen Maßnahmen zuverlässig verhindert werden: durch Umhüllung der Matratze mit einer gasdichten Folie, die nicht etwa selbst (wie PVC) Phosphor-, Antimon- oder Arsenverbindungen enthält. Der neuseeländische Chemiker Sprott entwickelte entsprechend eine BabeSafe-Matratzenhülle aus modifiziertem Polyethylen, die einfach über die normale Kindermatratze gezogen wird. Ebenso stellt neuerdings eine schweizer Firma Hüllen aus einer besonder gasdichten dreischichtigen Folie her (bestehend aus 55 % Polyäthylen, 25% Polyamid, 15% Polypropylen, und 5% Polyurethan), die über die Matratzen gelegt und unten mit Klettverschlüssen befestigt werden. Auch andere Hersteller werden das aufgreifen und gasdichte Kindermatratzenhüllen anbieten, die frei von Phosphor-, Antimon- und Arsenverbindungen sind.

Derartige Matratzenüllen verhindern sowohl, dass Feuchtigkeit, die das Wachstum der Pilze fördert, in die Matratze eindringt als auch, dass eventuell entstehende Gase aus der Matratze zum Baby aufsteigen können. Man schätzt, dass in Neuseeland etwa 20% der Kinder auf umhüllten Matratzen schlafen, auf BabeSafe-Hüllen von 1995 bis 2008 mehr als 180.000. In dieser Zeit wurden in Neuseeland etwa 920 SIDS-Fälle dokumentiert, bislang aber noch kein einziges der Kinder, die nach Sprott’s Anweisungen auf BabeSafe-Hüllen geschlafen haben [siehe "Statistics" in www.cotlife2000.com]. 20% von 920 wären mehr als 180 Fälle von SIDS. Die so erwiesene statistische Sicherheit ist kaum zu übertreffen.

Wichtig zur Sicherheit der Babys ist dabei, dass außerhalb der Matratzenhülle nur Materialien aus reiner Baumwolle verwendet werden. Die Matratzenhülle darf also nur mit einem Handtuch oder einer Molton-Matratzenauflage aus reiner Baumwolle abgedeckt und mit einem Spannbetttuch aus reiner Baumwolle bezogen werden. Bei Moltontüchern, die nicht nachweislich frei von Phosphorverbindungen sind und bei eventuell nicht ausschließlich aus Baumwolle bestehenden Schlafsäcken muss sichergestellt sein, dass sie regelmäßig bei 60 Grad Celsius gewaschen werden weil der Pilz diese Temperatur nicht übersteht.

Aktualisierung: 2009/09/02 - 17:11 / Redakteur: hannes