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FAQsMuss eine Matratze luftdurchlässig sein?In letzter Zeit ist viel darüber zu hören und lesen dass Kindermatratzen "atmungsaktiv", d.h. luftdurchlässig sein müssen, um die Ausatmungsluft des Babys mit dem Kohlendioxyd (CO2) abzuführen und Todesfälle durch die CO2-Rückatmung zu verhindern. Die Fabrikanten haben sich schon darauf eingestellt und bieten Matratzen mit Auflagen luftdurchlässiger Wabenstrukturen oder solche Auflagen für herkömmliche Matratzen an. Das soll sicherer sein als Matratzen ohne solche Auflagen. Es gibt auch eine Reihe von wissenschaftlichen Publikationen, die die physikalischen Oberflächen in Kinderbetten auf ihre CO2-Durchlässigkeit untersucht haben. Aber einen Beweis für die CO2-Rückatmung als SIDS-Ursache findet man nicht. Ganz im Gegenteil beweisen Tatsachen wie der unvergleichliche Anstieg der SIDS-Fälle nach 1950, ihr Rückgang nach 1990, ihre deutlich größere Häufigkeit in westlichen Ländern, ärmeren Familien, bei Zweit-, Dritt- und Spätergeborenen und ihre Seltenheit in den ersten Lebenswochen, dass die CO2-Rückatmung als Erklärung der SIDS-Epidemiologie gar nicht in Frage kommt. Alle diese Tatsachen können dagegen durch die Trihydride und andere Gase der Elemente Phosphor (P), Antimon (Sb) und Arsen (As) erklärt werden, die BA Richardson zusammen mit dem Fungus nach Bebrütung von allen Matratzen nachgewiesen hat, auf denen ein Kind an SIDS gestorben ist. Dass diese Gase 300-, 1000-, bzw. 2000-mal giftiger sind als Kohlenmonoxad (CO), das noch 100-mal giftiger ist als Kohlendioxyd (CO2) macht es noch einmal höchst unwahrscheinlich, dass gerade CO2 die Todesursache ist. Und in den oben erwähnten Publikationen wurden die so viel giftigeren Gase gar nicht mit in Betracht gezogen und die Matratzen auch nicht auf ihren Gehalt an Phosphor, Antimon und Arsen untersucht. Nachdem schließlich in Neuseeland von inzwischen mehr als 180-tausend Kindern, die auf Polyethylen-umhüllten Matratzen geschlafen haben, noch keines am plötzlichen Kindstod gestorben ist (siehe "statistics" in www.cotlife2000.com) kann man vollkommen sicher sein, dass so eine gasdichte Hülle um die Matratze die Kinder zuverlässig schützt und gerade nicht gefährdet. Wer sich aber auf das alles noch nicht verlassen will, der kann eine gasdichte Hülle in Verbindung mit einer atmungsaktiven Auflage bestellen, die beide frei von P-, Sb- und As-Verbindungen sind und auf diese Weise alle drei Sicherheitsanforderungen an Kindermatratzen verwirklichen: Sie sind gasdicht, atmungsaktiv und frei von P-, Sb- und As-Verbindungen.
Wenn es tatsächlich giftige Gase sind, dann hätte die Regierung doch die Bevölkerung längst informiert, oder?Dieser Gedanke liegt nahe, doch das Gegenteil trifft zu. Richardson hatte die britische Regierung schon im Mai 1989 über seinen Nachweis der Bildung giftiger Gase aus Antimon-, Phosphor- oder Arsenverbindungen informiert, die er in allen Matratzen nachweisen konnte, auf denen Kinder an SIDS gestorben waren. Anfang Juni wurde dann in der britischen Presse landesweit publiziert, dass man die Kinder durch neue Matratzen oder durch Umhüllung der alten mit Polyethylen vor diesen Todesfällen schützen kann. Da das Department of Health das nicht wahrhaben wollte, weil es für die (meist antimonhaltigen) Flammschutzmittel in Kindermatratzen verantwortlich war, wurden Wissenschaftler beauftragt, die Ergebnisse Richardsons nachzuprüfen. Diese Nachprüfung wurde vom Limerick-Committee so unvollkommen durchgeführt, dass sie Richardsons Befunde nicht bestätigten. Die britische Regierung publizierte dann den umfangreichen Limerick-Report im Mai 1995 ohne Richardson vorher einen Einblick zu gewähren und das Department of Health unterschlug seine Widerlegung vom Juni 1995 [http://www.ploetzlicher-kindstod.org/literatur/kloesterl/35-Kap.DH-BAR-Comments-2004.pdf]. So blieb die Öffentlichkeit nachhaltig falsch informiert. Damit hatte die britische Regierung sich nicht nur selbst, sondern auch die Matratzenhersteller, die ja für die Unschädlichkeit ihrer Produkte haften, vor Schadenersatzansprüchen betroffener Eltern geschützt, die Rechtsanwälte schon in Sammelklagen vorbereitet hatten. Auch das Ansehen der vielen inzwischen auf SIDS spezialisierten Wissenschaftler blieb erhalten, die immerhin von 1950 bis 1990 nicht darauf gekommen waren, dass derartige Todesfälle (durch pilzinfizierte mit Arsenfarbe getönte Tapeten in Kinderzimmern) von Gosio schon Ende des 19. Jahrhunderts aufgedeckt worden waren. Und sie konnten sich seit 1990 mehr als 6500 Arbeiten finanzieren lassen, von denen die meisten nicht nötig gewesen wären, wenn man alle alten Kindermatratzen mit Polyethylen umhüllt und aus allen neuen die Antimon-, Phosphor- und Arsenverbindungen verbannt hätte. Somit fehlte dem politischen und medizinischen Establishment die Motivation diese Zusammenhänge zu erkennen und zu verbreiten.
Kann man das auch an anderer Stelle noch nachlesen, also außerhalb von diesen Seiten?Sie finden im Internet zahlreiche Hinweise auf die giftigen Gase als Ursache des plötzlichen Kindstodes. Eine ganz ausführliche Abhandlung in deutscher Sprache finden Sie bei Ideen rund ums Kind. Dort finden Sie auch eine Beschreibung, wie die giftigen Gase sämtliche SIDS-Risikofaktoren erklären. Untermauert wird das ganze Thema von einer Ausführlichen Literaturliste. Sollten Sie weitere Quellen suchen, so geben Sie im google einfach nur "Giftige Gase Kindstod" ein, und schauen Sie sich die Ergebnisse an. Wenn Sie auch englische Texte lesen können, so wäre "toxic gas SIDS" ein guter Suchtext.
Dürfen Babys im elterlichen Bett schlafen?Ebenso wie auf Kindermatratzen die nicht nachweislich frei von P-, Sb- und As-Verbindungen oder entsprechend gasdicht umhüllt sind dürfen Babys auf keinen Fall in einem Bett der Eltern schlafen, das nicht die gleichen Kriterien erfüllt. Auch das nächtliche Stillen im Bett der Eltern ist dann gefährlich, und es sind zahlreiche Fälle des plötzlichen Kindstodes bekannt, der beim oder nach dem Stillen im elterlichen Bett aufgetreten ist. Das Kind darf immer nur auf einer umhüllten oder P-, Sb- und As-freien Matratze schlafen oder liegen, um sicher geschützt zu sein. Das nächtliche Stillen sollte daher entweder im Sitzen stattfinden oder im Liegen auf einer Matratze, die tatsächlich gesichert ist.
Wie sollen Babys auf Reisen oder im Urlaub schlafen?Bei Übernachtungen in Hotels werden von den Hotels häufig Kinderbetten zur Verfügung gestellt. In diesen Betten sind die Babys einer besonders hohen Gefahr des plötzlichen Kindestodes ausgesetzt, da es sich in der Regel um Matratzen handelt, die bereits seit Jahren benutzt werden. Man muss daher eine an verschiedene Matratzengrößen anpassbare gasdichte und P-, Sb- und As-freie Reisehülle mitnehmen, die nicht viel Platz benötigt und am Reiseziel die Matratze des Hotels in die mitgebrachte Matratzenhülle stecken. Zur Sicherheit des Babys ist es erforderlich, dass es nicht eine einzige Nacht auf einer unsicheren Matratze schläft.
Was kann man bei Kindertagesstätten und Kinderkrippen tun?Kinder, die in Kinderkrippen betreut werden, haben rein statistisch betrachtet ein vielfach erhöhtes Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben, weil die Matratzen in Kindertagesstätten bereits seit Jahren verwendet werden und daher eine hohe Gefahr besteht, dass sie mit dem Pilz infiziert sind. Wenn Ihr Kind in einer Kindertagesstätte betreut wird, stellen Sie der Tagesstätte eine Matratzenhülle zur Verfügung und bestehen Sie darauf, dass Ihr Baby nur auf der umhüllten Matratze schläft. Dasselbe gilt selbstverständlich, wenn Ihr Baby bei einer Tagesmutter betreut wird.
Was können Eltern sofort tun, wenn sie noch keine Matratzenhülle haben?Jedes Baby, das auf einer Matratze schläft, die nicht nachgewiesen frei von P-, Sb- und As-Verbindungen oder entsprechend gasdicht umhüllt ist, ist potentiell gefährdet, und die Eltern sollten sofort handeln. Derartige Matratzenhüllen sind vorläufig nur im Versandhandel erhältlich und daher kann es einige Tage dauern, bis die Eltern eine Matratzenhülle bekommen. Um in dieser Zeit kein Risiko des plötzlichen Kindstodes einzugehen, müssen die Eltern dafür sorgen, dass das Baby keine einzige Nacht auf einer unsicheren Matratze schläft. Außer der Umhüllung der Matratze ist die einzige andere sichere Methode zur Verhinderung des plötzlichen Kindstodes, das Baby auf reiner Baumwolle schlafen zu lassen. Reine Baumwolle enthält in der Regel keine Antimon-, Phosphor - oder Arsenverbindungen, so dass keine giftigen Gase entstehen können. Falls, wie manchmal, im Molton doch Phosphate enthalten sein könnten, sorgt ein Waschen bei 60 Grad durch Eliminierung von Pilzen dafür, dass diese Baumwolle sicher ist.
Kann man die Matratze nicht einfach in irgendeine Plastikhülle stecken?Eine sichere Matratzenumhüllung muss aus einem Material bestehen, das keine phosphor-, antimon- oder arsenhaltigen Verbindungen, d.h. auch keine Weichmacher enthält. Reines Polyethylen (und Polypropylen) besteht nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff, Polyamide und Polyurethane nur aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Eltern sind keine Chemiker und können daher typischerweise verschiedene Kunststoffarten nicht voneinander unterscheiden. Insbesondere wird der Unterschied zwischen PVC und Polyethylen vom Laien normalerweise nicht erkannt. PVC ist hart und unelastisch, weshalb man zur Herstellung von PVC-Plastik Weichmacher benötigt, die sehr oft auf Phosphatbasis hergestellt sind. Der Pilz konsumiert die Phosphate und generiert daraus Phosphin, ein Gas, das 300mal giftiger ist als Kohlenmonoxyd. In Neuseeland sind zwei Fälle von plötzlichem Kindstod dokumentiert worden, bei denen Eltern die Matratze mit einem Kunststoff umhüllt haben, der nicht aus Polyethylen bestand. Auf einer Matratze, die mit reinem Polyethylen umhüllt war, ist hingegen kein einziger Fall von plötzlichem Kindstod aufgetreten.
Kann man für sein Baby eine gebrauchte Matratze verwenden?Das Risiko für Babys, am plötzlichen Kindstod zu versterben, steigt wenn sie auf einer gebrauchten Matratze schlafen, weil gebrauchte Matratzen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mit dem Pilz infiziert sind. Durch die Verwendung einer gasdichten, P-, Sb- und As-freien Matratzenhülle kann der plötzliche Kindstod jedoch zuverlässig verhindert werden, weil keine Gase aus der Matratze entweichen können. Daher können auch gebrauchte Matratzen verwendet werden, solange sie in eine Matratzenhülle eingepackt sind.
Sind Babys in Autokindersitzen auch durch den plötzlichen Kindstod gefährdet?In vielen Kinderautositzen werden zur Minderung der Brandgefahr Flammschutzmittel eingesetzt, die wie auch in Kindermatratzen meistens viel Antimon enthalten. Dort angesiedelte Pilze können also auch die giftigen Gase produzieren. Das Risiko, dass sich giftige Gase entwickeln ist im Autositz, der typischerweise nicht täglich und auch nur für kurze Zeit benutzt wird, nicht so groß wie bei einer Matratze, auf der das Baby bis zu 22 Stunden täglich liegt. Dennoch hat es schon Fälle von plötzlichem Kindstod in Autositzen gegeben.
Was genau ist eine sichere Matratzenhülle?Sichere Matratzenhüllen bestehen aus einer gasdichten Folie, die keine Verbindungen aus Phosphor (P), Antimon (Sb) und Arsen (As) enthält, also aus Polyethylen (PE), Polyamid, Polypropylen oder auch aus Gummi - auf keinen Fall aus PVC, das wegen der zugesetzten Weichmacher solche Verbindungen enthält. Sie werden über die Matratze und um die Enden und Seiten herum gelegt und unten befestigt. Auf der Unterseite sollte die Umhüllung nicht luftdicht sein. Auf diese Hüllen legt man unter das Laken noch ein Tuch aus Molton oder ein Baumwoll-Handtuch, um die Perspiration des Kindes aufzunehmen.Eine solche Umhüllung ist für alle Matratzen nötig, auf die ein Baby zum Schlafen gelegt wird, einschließlich der Matratzen von Erwachsenen und anderen Kindern, und allen Matratzen die aus natürlichen Materialien wie Schaf- oder Ziegenfell, Kapok, Baumrinde, Cocosfassern etc. gemacht sind oder diese enthalten. Ausnahmen sind Matratzen für die durch ein Analyse-Zertifikat belegt ist, dass sie bei einer Nachweisgrenze von 0,001% = 10 mg/kg = 10 ppm kein Phosphor, Antimon oder Arsen enthalten.
Sind in jeder Babymatratze giftige Substanzen enthalten?Phosphor-, antimon- oder arsenhaltige Substanzen sind auch in Deutschland in vielen Kindermatratzen enthalten. Diese Substanzen sind nicht an sich giftig, aber in Kombination mit dem ubiquitären Haushaltspilz Scopulariopsis brevicaulis können aus ihnen giftige Gase entweichen. Da es bislang noch keine Kennzeichnungspflicht für den Inhalt der Matratzen gibt, können die Eltern nicht feststellen, welche Matratzen frei von diesen Verbindungen sind. Daher ist die einzig sichere Methode die Umhüllung der Matratze. In England, wo die Erkenntnisse zum plötzlichen Kindstod bereits seit längerer Zeit vorhanden sind, haben wohl einige Matratzenhersteller die Produktion von Kindermatratzen umgestellt, so dass viele davon kein Antimon, Phosphor oder Arsen mehr enthalten. Sofern das für eine deutsche Matratze nicht ausdrücklich garantiert wird muss daher weiterhin bei allen Kindermatratzen davon ausgegangen werden, dass antimon-, phosphor- oder arsenhaltige Substanzen darin enthalten sein können. Das Problem mit einer solchen Garantie scheint allerdings zu sein, dass die Matratzenhersteller damit nicht indirekt darauf aufmerksam machen wollen, dass ihre anderen Matratzen nicht so sicher sind, bzw. waren. Sie sind nämlich haftbar für Todesfälle, die auf Eigenschaften ihrer Matratzen zurückführbar sind. Der englische Hersteller PurFlo (siehe www.PurFlo.com) kann eine solche Garantie problemlos geben, weil er noch nie Matratzen hergestellt hat, die nicht vollkommen sicher sind.
Warum besteht durch den Pilz keine Gefahr für größere Kinder oder Erwachsene?Die Statistik zeigt, dass etwa 80 Prozent der SIDS-Fälle in der Zeit vom zweiten bis sechsten Lebensmonat auftreten mit einem Maximum im vierten Monat. Sehr viele medizinische Untersuchungen zeigen außerdem, dass vorwiegend zurückgebliebene und schwache Kinder davon betroffen sind. Da aber in Einzelfällen Kinder bis ins zweite Lebensjahr am plötzlichen Kindstod sterben, sollten die Matratzenhüllen entsprechend lange auf der Matratze verbleiben. Warum ältere Kinder und Erwachsene durch die giftigen Gase nicht gefährdet sind, ist derzeit wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Kräftigere Kinder können sich leichter aus einer bedrohten Lage befreien, und man geht davon aus, dass bei älteren Kindern und Erwachsenen das Nervensystem bereits so ausgereift ist, dass es durch das giftige Gas nicht mehr so stark beeinträchtigt werden kann.
Kann ein Baby auf einer Kunststoff-Matratzenhülle tatsächlich gut schlafen?Eine gasdicht umhüllte Matratze kann keine Feuchtigkeit des Babys aufnehmen. Typsicherweise schwitzen Babys jedoch. Deshalb sollte man auf diese Matratzen-Umhüllung ein dickes Handtuch oder eine Molton-Matratzenauflage aus 100% Baumwolle legen und die Matratze dann mit einem Spannbettlaken aus 100% Baumwolle beziehen. Die Baumwollstoffe nehmen die Feuchtigkeit des Babys auf und sollten selbstverständlich regelmäßig mindestens einmal in zwei Wochen bei 60 Grad gewaschen werden.
Seit wann gibt es den plötzlichen Kindstod?Der plötzliche Kindstod ist bereits seit mehreren tausend Jahren bekannt. Es gibt Überlieferung schon aus biblischer Zeit vom plötzlichen Kindestod. Auch der betreffende Pilz existiert in menschlichen Behausungen schon seit Jahrtausenden und wird in der Bibel schon beschrieben, auch wenn damals natürlich der Zusammenhang zwischen dem Pilz und dem plötzlichen Kindstod noch nicht bekannt war. Eine starke Zunahme des plötzlichen Kindstodes zeigte sich jedoch in den 50er Jahren, als die Kindermatratzen verstärkt mit Kunststoffen und später noch mit Brandschutzmaterialien ausgestattet wurden. Zudem war in dieser Zeit die offizielle Empfehlung von Kinderärzten, die Babys zum Schlafen auf den Bauch zu legen. Heute hingegen wird von den Ärzten empfohlen, die Kinder zum Schlafen auf den Rücken zu legen, wodurch der plötzliche Kindstod wieder etwas zurückgegangen ist.
Warum hat es so lange gedauert, bis die Ursache für den plötzlichen Kindstod erkannt wurde?In PubMed [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/] werden inzwischen schon mehr als 9900 Studien referiert, die seit 1950 zum plötzlichen Kindstod durchgeführt worden sind. Dennoch wurde die Ursache lange nicht erkannt, weil nach der Ursache für den plötzlichen Kindstod wie nach einer Ursache für eine Krankheit gesucht wurde. Ursachen für Krankheiten sind normalerweise in der Person selbst und ihren Erbanlagen zu finden. Die Ursache des plötzlichen Kindstodes liegt jedoch nicht im Baby selbst, in seinen Erbanlagen oder in einer Infektion, sondern in der Matratze, auf der das Baby schläft. Die Matratze wurde aber von den Ärzten typischerweise nicht untersucht. Deshalb wurde die Ursache für den plötzlichen Kindstod auch nicht von Medizinern, sondern von zwei Chemikern, dem britischen Chemiker Richardson und dem neuseeländischen Chemiker Sprott entdeckt. Und wie oben schon ausgeführt stehen dem Bekanntwerden der Ursache inzwischen handfeste Interessen entgegen.
Woher weiß man so genau, dass in Neuseeland tatsächlich kein Kind auf einer mit Polyethylen umhüllten Matratze gestorben ist?Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern werden in Neuseeland alle Fälle von plötzlichem Kindstod von staatlicher Seite genau untersucht und registriert. Seit 1995 wurden etwa 920 SIDS-Fälle in Neuseeland dokumentiert. In dieser Zeit wurden mehr als 180.000 BabeSafe-Matratzenhüllen eingesetzt (siehe "statistics" in www.cotlife2000.com) und man schätzt, dass ca 20 % der neuseeländischen Babys auf einer so umhüllten Matratze schlafen. 20% von 860 wären 172 SIDS-Fälle, die rein statistisch auf die umhüllten Matratzen entfielen. Von den 180.000 Kindern, die auf einer mit Polyethylen umhüllten Matratze geschlafen haben, starb jedoch nur ein einziges Baby an SIDS, allerdings lag in diesem Fall noch ein Unterbett über der BabeSafe-Hülle, in dem von einem akkreditierten Labor 180 ppm Antimon und 35 ppm Phosphor nachgewiesen wurden (genug um mehr als 2000 tödliche Dosen von Stibin und mehrere hundert tödliche Dosen von Phosphin zu generieren).
Ist die Rückenlage für Babys empfehlenswert?In Deutschland wird derzeit zur Verhinderung des plötzlichen Kindstodes die Rückenlage für Babys empfohlen. Der unbestreitbare Erfolg dieser Maßnahme beruht darauf, dass die schweren Antimongase sich auf dem Boden des Bettes sammeln und Nase und Mund von Babys, die auf dem Rücken liegen, nicht so leicht erreichen, während Kinder, die auf dem Bauch liegen, direkt mit der Nase in das Gift eintauchen. Auch mit Matratzenhüllen kann man die Rückenlage weiterhin beibehalten, da sie keine großen Nachteile mit sich bringt. Wenn das Baby aber auf dem Rücken nicht gut schlafen kann oder sich ab ca. dem 5. Monat von selbst auf den Bauch dreht, kann man dies zulassen, da es durch die Matratzenhülle zuverlässig vor eventuellen Gasen geschützt wird.
Ist langes Stillen und kein Rauchen empfehlenswert?Das Baby möglichst lange zu Stillen und in Gegenwart des Kindes oder generell nicht zu Rauchen, ist in jedem Fall sinnvoll. Die zahlreichen Vorteile des Stillens für Babys und die zahlreichen Nachteile des Rauchens für den Raucher selbst und seine Umgebung sind bekannt und sollen hier nicht weiter vertieft werden. Dennoch wird aber ein Kind nicht an einem plötzlichen Kindstod sterben, wenn es vor eventuell in der Matratze generierten Gasen zuverlässig geschützt wird.
Was bringen Schlafmonitorgeräte zur Verhindern des plötzlichen Kindstodes?Schlafmonitorgeräte registrieren den Herzschlag und die Atmung des Babys während des Schlafens und werden mit ihrer Alarmfunktion schon seit über 20 Jahren zu Verhinderung des plötzlichen Kindstodes eingesetzt. Tragischerweise konnten sie aber in vielen Fällen nur den Tod der Kinder dokumentieren und haben somit gezeigt, dass sie ihn nicht zuverlässig verhindern können. Es ist nicht einmal statistisch signifikant erwiesen worden, dass von den Babys mit einem Schlafmonitor weniger am plötzlichen Kindstod sterben als Kinder ohne einen Monitor.
Warum hat sich der Gebrauch von Matratzenhüllen in Deutschland noch nicht verbreitet?Obwohl die Umhüllung der Kindermatratzen unter den gegebenen Umständen den plötzlichen Kindstod auf einfache Weise und vor allem vollkommen sicher verhütet, stehen der Verbreitung dieser Lösung erhebliche Widerstände im Wege. Der größte Widerstand ergibt sich aus der Tatsache, dass die einfache Verhütung einer solchen Tragödie nicht nur Einsicht und Umdenken von allen Beteiligten verlangt, sondern auch von den Problemen eines darin liegenden Schuldfaktors erheblich belastet wird.
Wie wird eine mittel- und langfristige Lösung des Problems aussehen?Solange die Umhüllung potentiell gefährlicher Matratzen der Kinder nicht offiziell empfohlen wird, ist die sichere Prävention des plötzlichen Kindstodes auf die Fälle beschränkt, in denen informierte Eltern diese Information aus dem Internet aufgreifen und die Matratze ihres Kindes sichern.
Aktualisierung: 2009/10/06 - 21:18 / Redakteur: hannes
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