bio

Bio statt Fast Food

In meinen alten WG-Zeiten war sie fester Bestandteil der Ess- und Kochkultur: die wöchentliche Biokiste von Bauern aus der Region. Und schon seit meinem Auszug aus der WG habe ich die Kiste irgendwie vermisst, da ich die Idee einfach nur toll finde. Auf der einen Seite bekommt man qualitativ hochwertiges Obst und Gemüse direkt nach Hause geliefert, auf der anderen Seite unterstützt man die regionalen Biobauern.

Nach einigem Rumnölen beim Hasenmann haben nun auch wir wieder eine Biokiste. Ganz entspannt per Internet bestellt und nach einigem EMail-Kontakt wegen des genauen Abstellortes (während der Lieferzeit ist nämlich keiner von uns beiden zu Hause) kam nun am Donnerstag die Schnupperkiste für 18 Euro an.

Darin enthalten:

  • 1 Bund Oregano
  • 1 Bauernbrot
  • 1 Schlangengurke
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 Stück Roter Rettich
  • 500 Gramm Möhren
  • 1 Stück Kohlrabi
  • 100 Gramm Bergkäse
  • 500 Gramm Spinat
  • 1 Stück Blattsalat

Von der Frische und Qualität bin ich wirklich mehr als begeistert. Bei Bio-Gemüse und vor allem (wenn wie hier) nach Demeter-Standards das Gemüse gezogen wird, muss man sich meistens mit kleinen Macken abfinden. Das war hier überhaupt nicht der Fall, alles sah ein bisschen wie aus einem Öko-Landlust-Magazin entsprungen. Das Brot und der Käse waren auch sehr lecker, werden bei uns aber nicht ausreichend jede Woche gewürdigt, sodass sie bei uns nicht wöchentlich in die Kiste kommen werden.

Das tolle an unserem jetzigen Anbieter ist, dass man sehr flexibel in seinem Kisten-Abo ist. Man kann entweder eine Kiste abonnieren, die wöchentlich zum selben Liefertermin gebracht wird und dann quasi eine kleine Überraschung ist. Man kann aber auch ab Freitagabend auf der Homepage nachgucken was nächste Woche in den unterschiedlichen Kisten (z.B. nur Gemüse, mit Obst, mit Brot, nur Obst, Smoothie-Kiste) enthalten sein wird und sich bis Dienstag 12.00 Uhr jede Woche neu entscheiden, welche einem am besten zusagt. Zusätzlich kann man Lebensmittel, die man nicht mag wieder aus der Kiste nehmen und andere dafür in die Kiste packen. Es gibt einen ganzen Online-Shop mit biologischen Lebensmitteln, aus dem man weitere Lebensmittel bestellen kann.

Den persönlichen Vorlieben sind somit fast keine Grenzen gesetzt und wenn man mal keine Lust auf Essen hat (^.^) oder im Urlaub ist, kann man alles ganz unkompliziert bis Dienstags abbestellen.

Ich finde es auf jeden Fall gerade jetzt im Sommer richtig toll super frisches Gemüse im Haus zu haben. Und das bringt mich auch zu meinem Titel Bio statt Burger, denn mit der Biokiste will ich mir selber (gerade passend zum Beginn der zweiten Jahreshälfte) einen kleinen Stupser in die richtige Richtung bzgl. meiner Ernährungsgewohnheiten geben. In den letzten Monaten hat sich bei uns die Gewohnheit eingeschlichen, dass wir einmal in der Woche (meistens nach dem Wocheneinkauf) dem Fast Food fröhnen. In den allermeisten Fällen verschlingen wir dann einen riesen Burger mit doppelt Fleisch und Pommes aus der Imbissbude vor dem Fernseher. Obwohl ich dafür mein WE gerne plündere und dann an anderer Stelle spare, finde ich diesen Ernährungstrend doch etwas bedenklich.

Richtig auf die Kacke hauen und das jede Woche ich finde, das ist zuviel! Aus diesem Grund investiere ich ab dieser Woche die ca. 15 Euro für Fast Food in die Biokiste und in eine hoffentlich etwas gesündere Lebensweise. So kann ich dann mein WE auch mal für andere Sünden, z.B. selbstgebackenen Kuchen, Eis etc. opfern und verpulvere nicht schon alles am Anfang der Woche.

Trotzdem werde ich mir auch meinen geliebten Royal Burger nicht gänzlich verbieten. Einmal im Monat werde ich mir diese Köstlichkeit erlauben, auch wenn am selben Tag die Biokiste vor der Tür stand. Man muss ja auch nicht leben wie ein Hund 😉

Wie findet ihr mein neues Motto Bio statt Burger ? Interessiert Euch der Inhalt der Kisten ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.